Wie alle indischen Malereien hat auch dieses Bild einen besonderen Rahmen. Hier ist er schön mit Vogelpaaren verziert, die sich gegenüber stehen. Der Maler des Bildes hiess Sajnu und er war bekannt für seine spezielle Form-und Bildsprache.
Viele Tempel haben in Indien einen kleinen Teich oder sonst eine Wasserquelle. Gläubige haben so die Möglichkeit, sich zu waschen, bevor sie den heiligen Ort betreten.
Vor dem Eingang steht ein kleiner Schrein mit einer zweiarmigen Göttin, leider ist ihr Name nicht bekannt. Aber vor ihr sieht man ein Shiva-lingam, das ist das Zeichen des Gottes Shiva. Es ist wegen der bunten Blumenborte halb verdeckt.
In Nordindien wird für Durga im Herbst ein besonderes Fest gefeiert. Dieses Fest heisst Durga-Puja und dauert 10 Tage lang. Deshalb nennt man das Fest auch „navaratri“, was so viel heisst wie „9 Nächte“. Man feiert Durgas Kampf gegen den Büffeldämonen Mahisha und wie sie ihn am letzten Tag endlich besiegen konnte. Für das Fest wird ein Tempel besucht, in dem eine Skulptur von Durga steht. Bevor man den Tempel betritt heisst es aber: Schuhe ausziehen!
Drei Treppenstufen hoch, auf dem weissen Podest steht der Hauptschrein auf vier Ecksäulen, mittendrin ist die Skulptur von Durga zu sehen.
Indische Tempel sind nicht rund um die Uhr offen. Die Gottheiten haben feste Ruhezeiten! Hier ist aber der Vorhang hochgezogen, d.h. Durga ist wach und anwesend.
Durga wird immer mit vielen Armen dargestellt. In jeder Hand hält sie eine Waffe und andere Gegenstände, mit denen sie gegen Dämonen kämpft und sich dafür einsetzt, dass die Welt nicht im Chaos versinkt. Den Dreizack hat sie zum Beispiel von Shiva bekommen, die Keule von Vishnu, die Gebetskette von Brahma und den Bogen von Vayu.
Wie jede hinduistische Gottheit hat auch Durga ein Begleittier. Ihres ist der Löwe, der besonders stark und königlich ist.
Hier bekämpft Durga gerade den Dämonen Mahisha. Er hat die Gestalt eines Büffels, und erst als sie ihn mit dem Schwert angreift, zeigt er sich in seiner wahren Form. Der Künstler hat diesen Moment festgehalten, indem Mahisha den Büffelkörper verlässt.
In Tempeln sind die Götter nie „nackt“ dargestellt. Man hüllt die Figuren immer in möglichst schöne und kostbare Gewänder. Je nach Jahreszeit oder Fest gibt es verschiedene Outfits. Zusätzlich zur Kleidung werden die Gottheiten noch mit Gold und Blumengirlanden geschmückt.